Fahrerflucht ohne Schaden

Fahrerflucht ohne Schaden – geht das? 

Nein. Eine Fahrerflucht ohne Schaden kann es nicht geben. Eine der gesetzlichen Voraussetzungen einer Verkehrsunfallflucht ist gem. § 142 Abs. 1 StGB, dass es zu einem Unfall gekommen ist. Ein Unfall wiederum setzt voraus, dass ein nicht unerheblicher Sach- oder Personenschaden entstanden ist. Die Grenze für den unbedeutenden Sachschaden zieht die Rechtsprechung derzeit bei ungefähr 50 Euro. Das heißt, es muss durch das Unfallereignis wenigstens ein Fremdschaden in Höhe von 50 Euro entstanden sein – andernfalls liegt kein Unfall im Sinne des Gesetzes vor. Und ohne Unfall keine Unfallflucht.

Allerdings gibt es hier häufig Fehleinschätzungen des Unfallverursachers. Viele prüfen nach einem Unfall nur oberflächlich, ob an dem anderen Fahrzeug ein Schaden entstanden ist: Ein kurzer Blick, “ist ja nichts passiert” und dann wird weitergefahren. Wenn der Eigentümer des anderen Fahrzeugs später etwas genauer nachschaut, wird doch ein Kratzer gefunden. Und die Reparatur eines Kratzers in einer Werkstatt kostet immer mehr als 50 Euro. Die Einschätzung, dass es keinen Schaden gab, stellt sich deshalb in vielen Fällen als voreilig heraus.

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